Textile Schätze
15. Juli 2010 | Kategorie: Textiles | Von Ursula | 2 Kommentare
Ich wollte so gern wissen, wie die Bettwäsche früher bei Graser verziert wurde, lange vor meiner Zeit als Designerin, … lange bevor es Stickautomaten gab.
Hier auf der Schwäbischen Alb wurden die Aussteuertruhen mit schönsten handbestickten Bett- und Tischwäschen gefüllt. Diese textilen Tradition wollte ich aufspüren.
Im Heimatmuseums Laichingen wurde ich fündig.
Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Welch Schätze! Welch aufwendige Verzierungstechniken auf weisser Wäsche aus Baumwolle und Leinen. Auch “gute Stücke” von der Firma Graser waren zu bewundern.
Die Entwicklung der Stickerei war natürlich auch anhand von Maschinen und Gerätschaften zu verfolgen.
Merkwürdige Geräte, gab es zu sehen, an denen die ich ohne Erklärung achtlos vorbeigegangen wäre.
Aber mit dabei hatte ich jemanden von Fa. Graser, die alles noch von der Pike auf gelernt hatte und mir alles erklären konnte.
Oben abgebildet, mein Lieblingsstück.
Tief bewegt schreibe ich diesen Kommentar, denn die oben abgebildete Bettwäsche liegt in meinem Schrank. Ich habe diese vor 58 Jahren als Teil meiner Aussteuer bekommen. Sie ist noch wunderbar erhalten.
Liebe Frau Ursula Oppermann,
das ist ja wirklich ein Zufall!
Da holt Sie wahrscheinlich die Zeit mit all Ihren Erinnerungen und Bildern ein.
Das macht mich ganz neugierig, darf ich ein paar Fragen stellen?
Haben Sie auf der Schwäbischen Alb gewohnt oder wohnen immer noch da?
Haben Sie die Bettwäsche als Aussteuer bekommen und war sie als gehüteter besonderer Schatz im Schrank? Sind in dem Schrank noch viele andere Schätze? Benutzen Sie sie immer noch?
Und heute? In welcher Art von Bettwäsche fühlen Sie sich zuhause?
Bin gespannt!
Ursula Hampe